 |  |
|  |
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
| (c) Jérome Maison / Bonne Pioche |
 |
|
|
 |  |  | |
Die Dumont-D’Urville-Station Der antarktische Kontinent, der zu keinem Staat gehört, wurde per internationalem Vertrag am 1. Dezember 1959 zu einem Naturreservat erklärt, das im „Interesse der gesamten Menschheit [...] ausschließlich für friedliche Zwecke [...] und zur wissenschaftlichen Forschung“ genutzt werden darf. 1991 wurde der Antarktis-Vertrag um 50 Jahre verlängert.
Die Antarktis – 38 mal so groß wie Deutschland und fast anderthalb mal so groß wie Europa –, mit einer Eisdicke, die der Höhe des Montblanc entspricht und 80% der weltweiten Süßwasser-Reserven enthält, ist ein ebenso gigantischer wie unwirtlicher Kontinent.
Dort ist es trockener als in der Sahara, und Windstärken erreichen mitunter mehr als 250 km/h. Stürme können hier Tage, ja Wochen dauern. Einige Monate im Jahr herrscht dort nahezu rund um die Uhr Nacht; am 21. Juni etwa wird es in der Dumont-d’Urville-Station nur drei Stunden hell.
Das Adélieland ist ein außergewöhnliches Gebiet auf einem außergewöhnlichen Kontinent. Es hat mit 432.000 Quadratkilometern eine 20% grössere Fläche als Deutschland, aber nur 30 Menschen wohnen normalerweise dort. Während des Südpol-Sommers schwillt die Einwohnerzahl jedoch auf 100 an. Der Franzose Jules Sébastien César Dumont d’Urville taufte diese eisige Gegend am 20. Januar 1840 auf den Namen seiner Frau Adèle.
30 Flugstunden dauert es, um nach Antarktika zu gelangen. Von Paris über Hongkong und Melbourne geht es nach Hobart auf Tasmanien, wo die Reise an Bord der „Astrolabe“, einem Forschungsschiff des Insitut Polaire Français, fortgesetzt wird – durch das gefährlichste Meer der Welt, seine Eisberge und Stürme. Nur fünf mal im Jahr sticht das Schiff in See. Nach ungefähr einer Woche erreicht es die einzige permanente wissenschaftliche Station Frankreichs in der Antarktis, die Base Scientifique Dumont d’Urville auf der Petrel-Insel im Archipel Pointe Géologie. Die Station, kurz DDU genannt, wurde 1956 gebaut und beherbergt wissenschaftliche Mannschaften, die sich turnusmäßig abwechseln.
| |
|