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| (c) Jérome Maison / Bonne Pioche |
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„Mein Plan war es, dem ewigen Eis eine Geschichte zu entlocken.“
Anmerkung des Regisseurs Mit kleinen Schritten, die Schultern gebeugt unter der gnadenlosen Last eines heulenden Schneesturms, kämpft sich der Kaiserpinguin durch ein riesiges Labyrinth aus Eis voran. Um ihn herum ist alles weiß, alles in Bewegung. Und doch gibt der tapfere Vogel nicht auf, selbst scheinbar unüberwindbare Hindernisse schrecken ihn nicht. Er geht einfach weiter. In dieser Landschaft, in die sich kein anderes Lebewesen wagt, ist er auf dem Weg zu einem Rendezvous. „Die Reise der Pinguine“ über die winterliche Migration der Kaiserpinguine schildert das einzigartige, spektakuläre Schicksal starker, anrührender Figuren. Es ist eine Geschichte voller Mut und Humor, geheimnisvoll und dramatisch.
Mein Plan war es, dem ewigen Eis eine Geschichte zu entlocken, wie sie noch nicht erzählt worden ist – weil es schlicht an einem Erzähler mangelte. So unglaublich die Geschichte auch anmutet, sie ist authentisch. Es ist ein Schauspiel, das sich seit hunderttausenden von Jahren im antarktischen Winter wiederholt. Bislang war es dem Menschen versagt, dieses Phänomen zu beobachten und davon zu berichten, denn er hat die Antarktis bis heute nicht besiedelt. Bevor die ersten Polarforscher vor rund einhundert Jahren auftauchten, hatte der Kaiserpinguin nie einen Menschen zu Gesicht bekommen. 1950, als am Südpol die ersten rudimentären Lager errichtet wurden, ersetzten wissenschaftliche Beobachtungen nach und nach vorhandene Mythen, die älteste Erzählform der Menschheit. Dennoch: Kaiserpinguin und Mensch sind immer noch Fremde, die sich ausgesprochen selten in der weißen Wüste der Antarktis begegnen.
Diesen Gedanken im Hinterkopf, setzte ich mir das Ziel, eine wahre Geschichte zu erzählen – und zwar mit Hilfe außergewöhnlicher, faszinierender Bilder, die den Kaiserpinguin während des antarktischen Winters zeigen, und mit Off-Kommentaren, die die brutale Natur der Antarktis und das außerordentliche Schicksal des Kaiserpinguins widerspiegeln. Es ist Zeit, dass die Geschichte des Kaiserpinguins erzählt wird.
Über die Produktion Bislang gab es noch keinen umfassenden, abendfüllenden Kinofilm, der den sagenhaften (Über-)Lebenskampf und Triumph des Kaiserpinguins beschreibt. Unsere Aufgabe war gewaltig und erforderte, dass eine Filmcrew während der Wintermonate in der Antarktis ein Camp errichtet und dort, von der Welt abgeschnitten, dreizehn Monate verbringt. Unsere dauerhafte Präsenz vor Ort machte es möglich, die unglaubliche Vielfalt des Pinguinlebens einzufangen, außerdem zahlreiche bizarre und einzigartige Begebenheiten.
Von den rund 40 bekannten Kaiserpinguin-Kolonien weltweit werden vier mit einiger Regelmäßigkeit beobachtet. Nur eine lässt sich erreichen, ohne dass dafür eigens eine Expedition organisiert werden müsste: die Geological Headland Archipelago-Kolonie in Adélie, die in einigen hundert Metern Entfernung von der französischen Forschungsstation Dumont d’Urville liegt. Die Station erwies sich als perfektes Basislager für unsere Dreharbeiten und die enge Zusammenarbeit mit dem Institut für Polarforschung als extrem hilfreich. Dank schulden wir auch dem französischen Paul-Emile-Victor-Institut für die geleistete Unterstützung.
„Die Reise der Pinguine“ wurde in Super-16 gefilmt, um die großartige Natur so eindrucksvoll wie möglich zu vermitteln. Die Unterwasseraufnahmen der Pinguine wurden von erfahrenen Tauchern gemacht, die Spezialkameras benutzten, mit denen atemberaubend schöne, gestochen scharfe und nie zuvor gesehene Aufnahmen gelangen.
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