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„Ich empfand es als sehr befriedigend, den Bildern durch meine Musik eine zusätzliche Ebene zu erschließen.“
Emilie Simon, Musik „Die Reise der Pinguine“ ist der erste Film, zu dem Emilie Simon den Soundtrack komponiert hat. 2003 gewann die junge Sängerin, die selbst komponiert, textet, arrangiert und produziert, in Frankreich die begehrte Auszeichnung „Victoire de la Musique“ für das beste Album in der Kategorie „Electro/Groove“. Emilie Simon, geboren Anfang der 80er Jahre, ist die Tochter einer glühenden Musik-liebhaberin und eines Tontechnikers. Schon als junges Mädchen war sie dabei, wenn ihr Vater im heimischen Tonstudio Musikaufnahmen machte. Während sie den Musikern stundenlang zuhörte und sie bei der Arbeit beobachtete, entwickelte sie eine vielfältige Liebe zur Musik.
„Für mich war die Arbeit an dem Soundtrack eine poetische, aufregende Erfahrung, die auch sehr lehrreich war. Poetisch, weil ich in eine Welt des Eises eintauchte, poetisch auch wegen der ausgeprochen reinen Farben. Aufregend und lehrreich deshalb, weil das Komponieren der musikalischen Hauptthemen meine erste Auftragsarbeit überhaupt war. Erstmals musste ich mich an vorgegebene Längen halten, und das erforderte eine viel minuziösere Arbeit als etwa beim Komponieren von Songs. Außerdem empfand ich es als sehr befriedigend, den Bildern durch meine Musik eine zusätzliche Ebene zu erschließen. Vielleicht ist es mir sogar gelungen, der Geschichte eine andere Dimension zu verleihen.
Zufällig arbeitete ich gerade an einem Song namens „Ice Girl“, als man mir „Die Reise der Pinguine“ anbot. Luc und die Produzenten erklärten mir, was sie von mir erwarteten. Gemeinsam sind wir uns dann über die grobe Richtung einig geworden, haben uns über die vier, fünf großen symbolischen Themen des Films verständigt, und danach ging alles sehr schnell. Es war ein einzigartiger Austausch: Bilder gegen Musik, Musik gegen Bilder. Als ich mit dem Komponieren begann, lag der Film nämlich noch nicht in seiner endgültigen Schnittfassung vor, und so arbeitete jeder parallel zum anderen.
Was mich am stärksten beeindruckt hat, waren diese gigantischen, jungfräulichen Landschaften, die aussehen wie von einem anderen Planeten. Sie haben mich sofort zu den musikalischen Themen und Songs inspiriert. Und dann war da noch dieser surreale Aspekt, der dem Kampf des Kaiserpinguins mit den Elementen innewohnt – der gewaltige Kontrast zwischen diesem ausgesprochen liebenswerten Tier und seiner Umgebung, die zwar ursprünglich, aber auch ungeheuer feindselig ist.“
Der Soundtrack ist erschienen bei Universal Music.
> www.pure.de
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